Programm

/

15.6.2024

Dreihundertundfünfmal wurde 2023 ein Mensch in der Schweiz Opfer eines Hassverbrechens, einfach weil dieser Mensch nicht cis und/oder nicht heterosexuell ist. Dreihundertundfünfmal brachte eine queere Person den Mut auf, ein solches Hate Crime bei der LGBTIQ-Helpline zu melden. Und dreihundertundfünmal haben wir als Helpline zugehört, ausgehalten und mitgetragen, weil: dreihundertundfünfmal sind dreihundertundfünfmal zu viel!

Da wir uns als queere Personen spezifischen Fragen und Herausforderungen stellen dürfen, brauchen wir mehr denn je queere Anlaufstellen und sichere Orte des Austauschs – Orte also, an denen wir frei und ungezwungen entdecken dürfen, was es bedeutet, anders zu fühlen und zu lieben als die Mehrheitsgesellschaft.

Deshalb freuen wir uns ganz besonders, als LGBTIQ-Helpline nicht nur Teil der BernPride zu sein, sondern diese auch im Bereich Awareness unterstützen zu dürfen. Als erste Anlaufstelle der Schweiz für alle Fragen zum Leben als queere Person wissen wir nämlich aus erster Hand, dass sichere Orte und Anlaufstellen die mentale Gesundheit von Queers verbessern.

Diese Arbeit leisten wir nicht nur aus Überzeugung, sondern auch weil wir Ähnliches erlebten: Wir sind eine Peer-to-Peer-Beratungsstelle, das bedeutet, dass alle Berater*innen selbst lesbisch, schwul, bi, trans, intergeschlechtlich, nicht-binär oder queer sind – so vielfältig und bunt eben wie auch die BernPride 2024.

Dr. Milo Käser Projektleiter LGBTIQ Helpline

Foto: Pink Cross

Aktuelles