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26.7.2025

Im entstehenden Berner Stadtteil Viererfeld wächst ein visionäres Projekt: Der Verein Queerbeet setzt sich für queeres, inklusives Wohnen ein – und will damit neue Perspektiven für den gemeinnützigen Wohnbau eröffnen.

Gegründet wurde Queerbeet 2022, nachdem das Team den Zuschlag in einem Projektaufruf der Hauptstadt-Genossenschaft erhalten hatte. Gesucht waren Ideen für innovatives, gemeinschaftliches Wohnen – Queerbeet überzeugte mit einem queeren Wohnkonzept, das unterschiedliche Lebensrealitäten sichtbar und lebbar machen soll.

Gegründet wurde Queerbeet 2022, nachdem das Team den Zuschlag in einem Projektaufruf der Hauptstadt-Genossenschaft erhalten hatte. Gesucht waren Ideen für innovatives, gemeinschaftliches Wohnen – Queerbeet überzeugte mit einem queeren Wohnkonzept, das unterschiedliche Lebensrealitäten sichtbar und lebbar machen soll.

Geplant sind unterschiedliche Wohnformen: Cluster-WGs mit Rückzugsräumen, betreutes Wohnen, konventionelle Wohnungen, Micro-Co-Living sowie flexible Familienwohnungen, die Nähe und Distanz vereinen. Jokerräume für Übergangsphasen, geteilte Gemeinschaftsräume, gemeinsame Care-Strukturen – das alles schafft nicht nur Schutzräume, sondern auch neue soziale Netzwerke. Dabei geht es Queerbeet nicht um ein queeres «Haus im Haus», sondern um Teilhabe: als gelebte Inklusion mitten im Quartier.

Aktuell befindet sich das Projekt in der Planungsphase. Der Baubeginn ist frühestens 2030 vorgesehen. Die Zeit bis dahin nutzt der Verein für Workshops, Infoveranstaltungen, Konzeptarbeit und den Ausbau seiner Strukturen. Die Herausforderung: ein rein freiwilliges Engagement – und das Abbauen von Annäherungsängsten. Queerbeet geht es darum, nicht als  «queere Bubble» im Quartier wahrgenommen zu werden, sondern als selbstverständlicher Teil eines vielfältigen, offenen Zusammenlebens.

Denn queeres Wohnen meint nicht nur Sicherheit. Es bedeutet auch: solidarisches Zusammenleben neu denken – für alle.

Queerbeet versteht sich als offenes Projekt, das laufend wächst und sich weiterentwickelt. Die Vision wird gemeinsam mit der Community, Interessierten und Fachpersonen geschärft. Alle, die sich für solidarisches Wohnen und queere Perspektiven einsetzen möchten, sind eingeladen, sich einzubringen. Erfahre hier mehr: queerbeet.ch

Text: Tim Binda

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