Stark.
Und zusammen noch stärker!

Die Geschichte der Pride-Bewegung war schon immer eine Geschichte der Stärke.

Von den Aufständen von Stonewall 1969, über die ersten Demonstrationen in Europa bis zu den wachsenden Pride-Veranstaltungen der Gegenwart, kämpfen queere Menschen für Sichtbarkeit und für das Recht, sie selbst zu sein.

Pride war nie nur ein Fest. Pride war immer auch Widerstand, Mut, ein Aufstehen gegen Ungleichheit. Pride ist entstanden aus dem Bedürfnis, nicht länger im Schatten zu stehen.

Stark.

Deine eigene Stärke

Queere Menschen waren schon immer stark.

Stark, weil sie gelernt haben, sich selbst zu behaupten – oft in Umgebungen, in denen ihre Identitäten infrage gestellt oder unsichtbar gemacht wurden.

Stark, weil Coming-outs Mut brauchen, weil Zugehörigkeit nicht immer selbstverständlich ist und weil Selbstbestimmung zu erkämpfen war.

Stark, weil viele von uns gelernt haben, eigene Wege zu finden, Wahlfamilien aufzubauen, Räume zu schaffen, die sicher und offen sind.

Stärke zeigt sich im Alltag: in jedem Moment, in dem wir sichtbar bleiben, obwohl es leichter wäre, uns zurückzuziehen. In jeder Hand, die anderen gereicht wird. In jeder Stimme, die sich erhebt.

Und zusammen noch stärker!

Unsere gemeinsame Stärke

Unsere wahre Kraft entsteht dort, wo wir zusammenstehen.

Denn die queere Geschichte zeigt deutlich: Jede grosse Errungenschaft wurde möglich, weil Menschen sich solidarisiert haben. Weil Communitys zusammenkamen, weil Verbündete Verantwortung übernommen haben, weil Bewegungen grösser waren als Einzelpersonen.

Alleine sind wir stark – und zusammen sind wir noch stärker, lauter, sichtbarer, widerstandsfähiger. Zusammenhalt schafft Schutz. Zusammenhalt schafft politischen Druck. Zusammenhalt schafft Hoffnung. Und Zusammenhalt schafft die Räume, in denen wir wachsen, heilen und feiern können.

«Queere Gemeinschaften vereinen Menschen aus unterschiedlichsten Lebenssituationen. Menschen, die verschiedene Diskriminierungs­strukturen erlebt haben, freunden sich an, tauschen sich aus und verbünden sich. Wir sind stärker, wenn wir gemeinsam gegen Hass, Unterdrückung und Ausbeutung jeder Art kämpfen.»

Jen Siegfried, OK-Mitglied Verein BernPride
Zusammen geht's vorwärts.

Der queere Fortschritt

In den letzten Jahren hat sich auch in der Schweiz viel bewegt:
Die Ehe für alle wurde Realität, die erleichterte Änderung des Geschlechtseintrags ist in Kraft, queere Themen finden mehr Sichtbarkeit in Bildung, Kultur und Medien.

Diese Fortschritte sind hart erkämpft – durch Aktivismus, durch lange Gespräche, durch Engagement in Vereinen, durch Millionen kleiner, individueller Akte des Widerstands und der Sichtbarkeit.

Doch jeder Fortschritt zeigt auch, wie verletzlich Errungenschaften bleiben.

Queerfeindliche Angriffe auf unsere Community, politische Rückschritte in anderen Ländern und wachsende Unsicherheiten verdeutlichen: Der Kampf um Gleichstellung und Sicherheit ist nicht abgeschlossen.

Motto 2026

Das Motto

«Stark. Und zusammen noch stärker!» ist deshalb ein Motto, das in die Vergangenheit schaut und gleichzeitig in die Zukunft weist.

Es ehrt all jene, die vor uns gekämpft haben – und es ruft uns auf, weiterhin Seite an Seite zu stehen.

Es erinnert uns daran, dass Pride nicht nur ein Fest ist, sondern ein Ausdruck unseres Zusammenhalts. Ein Raum, in dem wir einander stärken, schützen und feiern. Ein Raum, der zeigt, dass unsere Stimmen Gewicht haben – besonders dann, wenn sie sich vereinen.

Die BernPride 2026 steht für diese kollektive Kraft.
Für die Vielfalt unserer Geschichten. Für die Solidarität in unserer Community. Für die Überzeugung, dass Gleichstellung kein erreichter Endpunkt ist, sondern ein Weg, den wir gemeinsam gehen.

Wir sind stark – als Einzelne und als Individuen mit unterschiedlichen Lebenswegen. Und zusammen sind wir stärker.

Diese gemeinsame Stärke macht die Pride-Bewegung seit über 50 Jahren unaufhaltsam. Und genau diese Stärke werden wir an der BernPride 2026 am 25. Juli gemeinsam spüren!

Forderungen

Das Motto und unsere Forderungen

Unsere politischen und gesellschaftlichen Forderungen zeigen auf, welche Veränderungen notwendig sind, damit queere Menschen sicher, gleichgestellt und sichtbar leben können.
Sie machen deutlich, wo wir als Gesellschaft stehen – und wo wir gemeinsam hinwollen.