Programm
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1.6.2024
Bunt.
So bunt wie wir Menschen an der BernPride teilnehmen, so bunt soll Bern auch an allen anderen Tagen sein. Dafür braucht es sichere Orte für die queere Community, einen offenen Austausch mit Anlaufstellen und eine proaktive Einstellung der Behörden, dieses Ziel anzugehen.
Laut.
Wir werden laut! Das Bundeshaus ist schon öfters nicht auf die Bedürfnisse von queeren Menschen eingegangen, nicht zuletzt mit der bundesrätlichen Botschaft, dass unsere Gesellschaft für einen dritten Geschlechtseintrag nicht bereit sei. Wenn Bundesbern nicht will, muss Kantonsbern nachhelfen!
Bern.
Als eher junge Pride (dieses Jahr erst zum vierten Mal) konzentrieren wir uns auf die Lage in unserem direkten Umfeld, bevor wir uns die Schweiz als Ganzes annehmen. Bern soll zu einem Vorzeige-Beispiel florieren und neue Massstäbe für andere Kantone setzen, bis sich das nationale Parlament einschaltet.
365 Tage im Jahr
Unser Verein engagiert sich leidenschaftlich für die queere Community in Bern. Wir glauben fest daran, dass unser Einsatz über die Feierlichkeiten eines einzigen Tages hinausgehen sollte. Vielmehr streben wir nach einer dauerhaften und aktiven Präsenz, die durch unser Motto fest mit politischen und gesellschaftlichen Forderungen verknüpft ist.
Trotz der Errungenschaften der letzten Jahre zur Verbesserung der Situation von queeren Personen in der Schweiz ist die rechtliche Gleichberechtigung noch nicht erreicht. Auch die gesellschaftliche Akzeptanz hat zwar zugenommen, aber viele Personen aus der Community erleben im Alltag immer noch Diskriminierung und Anfeindungen. Daher fordern wir neben gesetzlichen Anpassungen auch eine gesellschaftliche Veränderung.
Im Kontext unserer Forderungen hat sich Dr. Milo Käser, Projektleiter der LGBTIQ Helpline, bereits mit den langfristigen Zielen für die queere Community auseinandergesetzt. Seine Gedanken dazu fasst er in seinem Gastbeitrag «Dreihundertundfünfmal» zusammen.